Aktuelle Ereignisse
Aus When Life was a Miracle
Woche 17 ein diagrammatisches Funktionskonzept für "Pure light form" ist zu erzeugen, die Inspirationen dafür kommen aus Spaten wie Musik, Poetik, Literatur, Film, Bewegung, Mobilität, Bionik, Landschaft, und andere wundebare Dinge des Lebens. Die Parameter sind Ausblick, Lichteinfall und Reflexion.
Kapitel II 8020 - The Sky is no(w) Limit
Woche 15 Das letzte Treffen vor der großen Präsentation (Sensation [1]). Noch einmal werden die unterschiedlichen Darstellungs- und Präsentationsmöglichkeiten besprochen. Der Gast ist der Grazer VJ Florian Absenger. Wir diskutieren mit ihm seinen Zugang zu visuellen Ausdrücksweise, die VJing Software Resolume und die Idee des Live Streams. Florian wird dann die Party durch seine Visuals unterstützen, die sich aus dem Clips der Studenten zusammensetzen. Also, Rock’n’roll.
Woche 14 Langsam näheren wir uns dem Ende zu. Es wird beschlossen das die Endpräsentation mit Second Life gemacht wird. Also eine magische Party, virtuell und real gleichzeitig - augmented reality. Ein Organisationsteam wird gegründet und ist voll Verantwortlich für die Umsetzung. Die gesamte Gruppe entscheidet über den Ablauf, alles wird genau diskutiert und analysiert, denn wir haben keine Poster mit gedruckten Grundrissen, Schnitten und Ansichten. Wir machen es (Second) Life und Real. Noch einmal ist das Thema Musik. Jedes architektonische Projekt braucht einen Soundtrack. Diesmal ist Gast bei uns der bekannte Grazer DJ und Musiker Nevenko Bucan. Mit haben wir die Projekte besprochen und suchen zum jeden einen passenden Song. Die Präsentation des Projekts ist auf die Tracklänge beschränkt. Die passiert direkt im Second Life. Mit 5 Videobeamern bauen wir einen Projektionsraum. Das ganze wird im Internet gestreamt so dass diejenigen die nicht kommen können, es live miterleben können (und natürlich mitfeiern).
Woche 13 Weiteres fine-tuning und optimieren der Projekte. Der Lehrer zieht sich immer mehr zurück und "fliegt" bloß über die Projekte. Studenten werden immer selbständige und entscheiden selbst was richtig und was falsch ist. Ein work-in-progress Prozess in voller Blühte. Andere kreative Tätigkeiten passieren parallel dazu, wie zum Beispiel Logo der Woche und Voting vom besten Logo des Semesters [2].
Woche 12 Nun, werden die Entwürfe und die Umsetzungen auf ihre Performance überprüft. Was macht das machen? Anerkannte deutsche Theaterregisseur Alex Balga ist als Gast bei uns um die Inszenierung des Raumes zu besprechen. "Performative Space" ist das Thema, nicht nur im Theater und im Second Life, sondern auch im real life.
Woche 11 Die Korrektur, eigentlich die Besprechung, findet on-line, direkt im Second Life, statt. Wie bei einer Chefarztvisite im Krankenhaus, fliegen wir gemeinsam von einem Projekt zu anderem und diskutieren die Ergebnisse, lösen technische Schwierigkeiten und chatten uns zu Tode. Die Studenten bekommen auch das virtuelle Geld (Lindon Dollars), so dass sie auch shoppen gehen können. Wie in dem richtigen Leben wird natürlich auch sehr viel Ramsch gekauft. Aber es ist eine Erfahrung, dass man auch virtuell reales Geld machen kann, und nach dem sich die Sachen angeschaut haben, sich doch entschieden selber zu bauen. Was auch eine richtige Entscheidung ist.
Woche 10 Die virtuelle Baustelle im Second Life entwickelt sich prächtig. Die Konzepte werden in der virtuellen Realität als Realisierung geprüft, weiterentwickelt und verändert. Die Kreativität wird besonders angeregt, denn im Second Life ist man mit der "primitiven" geometrischen Körpern und beschränkten Möglichkeiten, was die Formensprache betrifft, konfrontiert. Man muss sich sehr mit den Texturen, vor allem "opacity maps" beschäftigen um eine gewisse Komplexität zu erreichen. Dass dies möglich ist beweißen über eine Million aktiven SL User.
Woche 9 Nun haben wir genug Erfahrung gesammelt, und sind bereit unsere Ideen im Second Life zu realisieren. 16 tolle (noch) leere Grundstücke, direkt am Meer, warten auf der Insel "The Office" [3] auf die Wunderarchitektur. Jeder besetzt einen Bauplatz und beginnt mit der Umsetzung vorher entwickelten Ideen und Konzepten. Dabei ist es wünschenswert einen sehr guten Kontakt zu den Nachbarn zu pflegen. Denn am Ende geht es um viel Spass und endlosses Glück. Dieser Woche noch müssen wir mindestens einmal sehr laut schreien: "JA!!!".
Woche 8 Nach dem "fine-tunnig" der Ideen und Konzepten, sind wir nun bereit für das Second Life. Als erstes werden wir diese on-line Umgebung als Touristen erforschen und kennenlernen: genau beobachten, Spaß haben, shoppen gehen, Tutorials durchmachen, Skriptsprache lernen. Dies werden wir mit Berichten unser Reise und entsprechenden Screenshots dokumentieren. Weiters werden wir das Tagebuch [4] führen, mit interessanten Links, Tipps, Empfehlungen, etc die auch anderen zur Verfügung stehen. Wichtig dabei ist zu verstehen wie diese Welt funktioniert, und welche Mechanismen der sozialen Interaktion angewendet werden um eine welt-weite Community zu bilden. Danach beginnen wir unsere Konzepte zu "bauen" und umzusetzen. Das ist ein virtueller Bauplatz, eine gemeinsame kollaborative Design-Plattform, wo wir unsere Ideen ausprobieren und simulieren können, bevor wir in das "real Life" zurückkehren.
Woche 7 Nun beginnen wir mit der Projektentwicklung. Die erste Phase ist die Konzepterstellung[5]. Eine Grundstruktur wird festgelegt, als kohärentes System und Strategie, auf Grund welcher sich das gesamte Projekt entwickelt. Das Thema ist "When Life was a Miracle", die Grundüberlegung ist die Beschäftigung mit dem "performativen Raum"[6], und als Ausgangspunkt dient die Rockoper "Tommy". "Tommy" war als Gesamtwerk der Ausdruck einer ganzen Generation vor 30 Jahren. Die Frage ist wie kann man das Lebensgefühl der Jetztzeit, mit dem Medium Architektur, in einer Performance transportieren? Wir beginnen mit der konzeptionellen Phase auf Grund der Untersuchungen und interdisziplinären Analysen, die in den Vorübungen als Erfahrung und grundsätzliche Denkweise erarbeitet wurden.
Woche 6 Spin-off Produkte. Jedes Architekturprojekt braucht einen Soundtrack. Somit ist es die nächste Station eine musikalische Untermahlung für das Projekt „When Life was a Miracle“. Die Frage ist wie kann man das Konzept durch das Medium Sound ausdrücken. Der Sound sollte die Athmosphere des Raumes erhöhen und dem Projekt eine neue Qualität verleihen, weil der Audio Track ähnlich wie die Filmmusik neue assoziative Imagination mit sich bringt. Dabei interessieren uns alle Methoden und Möglichkeiten der modernen Audioproduktion: Eigenkompositionen, Sampling, Mesh-ups, Audioexperimente. Stil und Richtung ist nicht vorgegeben, die Länge jedoch schon – max. 3 min (so genannte Radiolänge). Format sollte mp3 sein, mit folgenden Einstellungen: Stereo, 128Kbps, 44.100Hz oder noch besser Ogg Vorbis sound format (freie Software). Zum Schluss machen wir ein gemeinsames Album mit 16 Songs. Die zweite Aufgabe ist die Beschäftigung mit dem Thema: Massenmode und Massenkonsum. Es sollte ein T-Shirt als Trägermedium entworfen und produziert werden, welches das Projekt nach Außen trägt. Alle Mitteln der Modifikation, Bedruckung und Form sind erlaubt, es sollte jedoch cool sein, tragbar und das Projekt widerspiegeln. Wiedererkennungswert ist wünschenswert (wir etablieren „Miracle Life“ als Marke). Beide Ergebnisse sind auf der entsprechenden Stelle als Image and Projektbeschreibung zu uploaden.
Woche 5 Wir beginnen mit der Choreographie und Inszenierung. Was können/sollen die Räume performen? Eine Beschäftigung mit dem Set Design für eine filmische Szene, eine Performance und/oder Theaterinszenierung. Einige Links sollen beim Selbsstudium dabei behilflich sein [7]. Wie inszeniert man zum Beispiel ein Spektakel - ein Rockkonzert oder Shakespeare in 21. Jahrhundert? Entwürfe für set design sind gefragt. Text von Marten Spanberg soll auch eine Einleitung in die Welt der Tanzperformance sein [8] - der aktuelle Disskurs.
Woche 4 Alles über Video und Film. In "Eigenregie" sollte jeder sich in einem Crashkurs über Cinematography und Editing Methoden informieren, durch Analyse der Leiblingsfilmen, die in einer Top 15 Liste hier [9] gepostet werden sollten. Weiters sollte man aus mindenst 5 Filmen "The best of" auswählen und ein kurzes (max. 3,5min) Trailer schneiden. Dabei geht es um die Möglichkeit durch die Videocollage Technik eine kurze Geschichte pointiert zu erzählen.
Woche 3 Thema Photographie. Ein Vortrag von Emil Gruber über seine Arbeiten und seine Referenzen. Die Aufgabe ist einen Blick für die Situation zu entwickeln und ein "Werbeprospekt" für Graz 8020 zu produzieren. Wenn man durch den Sucher schaut, sollte das Objektiv zum Subjektiv werden, und die urbane Eigenschaften dieses Gebietes in ein neues Licht gebracht werden. Dabei ist die Perspektive und das richtige Moment entscheidend, um eine spannende Story zu erzählen. Die Herausforderung liegt in der Nicht-Verphotoshopisierung des Bildmaterials, also der Gestaltung eines Prospektes mit Texten und Fotos,die nach fotografischen Gesichtspunkten bearbeitet werden dürfen, wie Umwandlung von Farbe in Schwarzweiß, Kontrastverbesserung, Histogramm-Nuancen usw. Dagegen sind Collagentechniken oder Inserts von Fremdmaterial nicht erwünscht. Die Aussage des Bildes entsteht durch das Drücken des Kameraauslöseknopfes.
Woche 2 Untersuchung des Begriffes Wohnen, mit der Umkehrung der formalen und funktionellen typologischer Elemente einer Wohnung. Macht Wohnzimmer einen Sinn? Und vor allem was performen die einzelne Einheiten, wenn sich ihr Kontext radikal ändert - z.B. eine Küche oder ein Bad sich plötzlich in öffentlichen Raum befinden. Was passiert wenn es sich nicht bei den räumlichen Grenzen um die Wände handelt, sondern um die Beziehungen zwischen einzelnen Knoten? Wie funktioniert dann die Interaktion mit den Stadt Usern? Dabei geht es nicht um die künstlerische Auseinandersetzung, sondern vielmehr um genau architektonische Analyse, die notwendig ist das Wesen der Dinge untersuchen zu können - Inside Out. Als konkrete Situation in Graz ist der Karmeliterplatz ausgesucht. Die Ideenskizze sollte sich im Wesentlichen auf die Frage "was macht das machen?" konzentrieren.
Woche 1 Einführungsvorlesung von Ivan Redi. Start der "Webseite When Life was a Miracle". Es ist ein "open content publishing tool", welches auf dem MediaWiki basiert [10]. Vorlesung von Tor Lindstrand über seine architektonische Praxis und Arbeit mit International Festival, Verbindungen zwischen Raumwahrnehmung in der Bildenden Kunst und Photographie bis zu Ego Shootern, und Architekturproduktion die entsteht mit der Verwendung des On-line Spiels Second Life.
