Space Time
Aus When Life was a Miracle
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Set Design Film
"The big Fish" [[1]] [[2]] (Film nach dem gleichnamigen Roman von Daniel Wallace) von Regisseur Tim Burton [[3]] soll als (Gedanken) Grundlage des Set Designs dienen. Besonders bedeutend ist es, sich gedanklich in die Szene hinein zu versetzen und hinein zu denken. [[4]]
--> Szene: Gespräch zwischen dem im Sterben liegenden Vater "Edward Bloom" (Albert Finney) und Sohn "Will Bloom" (Billy Crudup). Edward erzählt Will zum wahrscheinlich x-ten Mal seine fantastische Lebensgeschichte(n), die eben so fantastisch sind, dass Will schon lange aufgehört hat sie ernst zu nehmen und damit auch seinem Vater Glauben zu schenken. Die Szene ist gewissermaßen "Ankerpunkt" des ganzen Films und sozusagen der Mittelpunkt, um den sich alles aufbaut. Zudem lebt der Film von Rückblenden in des Vaters abenteuerliches Leben, die der Fantasie und den Gedanken gewidmet sind.
Gedanken werden fortgetragen - wohin auch immer, -nichts stört ihren Fluss. Eine Nachttischlampe steht neben dem Bett des im Sterben liegenden Vaters. Der Raum wird von ihr leicht erhellt und bringt eine stille, angenehm ruhige Atmosphäre ins Zimmer. Rhytmisierung und Gliederung erfolgt, wie gesagt, durch Rückblenden. - Gedanken werden fortgetragen...
Design Vorschlag
Die grundsätzliche Situation des Sets bleibt wie sie ist, dennoch wird eine markante,- auf den ersten Blick banale, Veränderung vorgenommen, die- wie ich denke- durchaus in der Lage ist, den Fluss, -die Ausgewogenheit des Films zu zerstören.
Im Hintergrund, an der Beige-braunen Tapetenwand, wird eine Uhr platziert, deren lautes Ticken nicht zu überhören ist und dem Zuschauer stehts im Bewusstsein bleibt. Dieses kleine "Gerät" vermag es alsdann Gedankenflüsse und Fantasien zu unterbrechen und einen in die Realität, ins Hier und Jetzt zurück zu schleudern...
Choreographie
"One Flat Thing, reproduced"[[5]]
von William Forsithe[[6]]
Die Choreografie beginnt mit einem Brüllen - gleichzeitig "fliegen" zwanzig Tische nach vorne und werden Oberfläche, Untergrund, Symbole für Häuser, für Arbeitsstätten oder Konventionen, für einen wilden Schwarm von Tänzern. Es ist ein Konzert für die Augen.
Die gegenseitige Abhängigkeit des Menschseins wird choreographiert. Gleich einem Ameisenhaufen wuseln sie wie kleine Tiere umeinander, ohne sich über die Richtung und das Ziel ihres Handelns Gedanken machen zu können. Ohne sich dabei auf den anderen zu beziehen, beeinflussen sie sich doch ständig in ihrem Tun und ihren Gestaltungsräumen. Scheinbar gedankenlos und zufällig greifen sie in das Leben des Anderen ein, üben mal Macht aus oder werden mal unterdrückt. Menschenknäuel wabern umeinander in ihren Zivilisationshaufen und glauben doch alle an ihre Individualität und Einzigartigkeit.
Design Choreographie
Da Forsythe in seiner Performance schon mit Perspektiven, Raum und Lichtverhältnissen spielt, war es meine Absicht das noch weiter zu führen, und aus dem Zweidimensionalen, ins Dreidimensionale,- d.h. auch in die Höhe des Raumes zu gehen. Zur Interaktion sollen nicht mehr die Tische dienen, sondern ein dreidimensionales Gerüst. Dieses steht vor einer hell erleuchteten Wand, die das Selbe nur noch in seinen Umrissen erkennen lässt. Die Tänzer bewegen sich in drei Höhen und können somit in drei Dimensionen agieren.
