Tod des Rassismus?

Aus When Life was a Miracle

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Tod des Rassismus ?

„Auf den ersten Blick wirkte er ganz normal, doch bei nähere Betrachtung sehen sich die braven Leute mit einer Reihe von Anomalien konfrontiert. Zunächst die Gesichtsfarbe des Fremden, ein Teint, der irgendwo auf halben Weg zwischen Graubraun von Stallmist und dem käsigem Gelb von Ziegenmilch liegt. Dazu kommt sein Hut, der gar kein Hut ist, sondern eine um den Kopf gewickelte Stoffbahn. Ganz zu schweigen von den rituellen Narben in seinem Gesicht, dem bis zu den Hüften reichendem Bart und dem Goldring, der seine Unterlippe auf schändlichste Barbarenart durchbohrt. Wenn man bedenkt, dass sich in Peebles seit achthundert Jahren nichts geändert hat, ist das plötzliche Auftauchen des Fremden alles in allem so aussergewöhnlich wie die Geburt einer zweiköpfigen Ente oder das Sichten eines neuen Kometen am Nachthimmel.“... ( T.C Boyle, Wassermusik)

Die Reaktion der Bürger von Peebles auf den Farbigen ist nur ein Beispiel von vielen, das die Oberflächlichkeit und Ausgrenzung der Menschen zeigt ,wie wir sie schon seit Jahrhunderten fast chronisch in uns tragen. Doch dies könnte nun bald Geschichte werden. Wissenschaftler haben nun herausgefunden das in ca. 10 000 die Erde von nur mehr „gleichfarbigen“ Menschen bevölkert sein wird. Der Individualismus der Hautfarben wird durch die derzeitige Entwicklung der Fortpflanzung völlig ausgestorben sein und eine einheitliche , welche steht noch in den Sternen, Farbe wird die Haut zieren. Die Zeit des Rassismus wird zu Ende sein, wie auch der lange Krieg zwischen Schwarz und Weiß und die Menschen werden eine grosse Einheit bilden. One World, one love, one culture. Keine Barrieren mehr, keine „Berührungsängste“ , endlich wird nicht mehr auf das Äussere sondern auf die Inneren Werte geachtet werden. Gemischte Ehen wird es nicht mehr geben, die Ängste und die damit verbundenen Risiken einen Menschen einer anderer Kultur zu lieben, die Blicke auf der Strasse, werden ausgelöscht. Also eine gute Sache. Doch ist es das wirklich was wir wollen? Die grosse Einheit, die grosse Verschmelzung? Wollen wir denn wirklich unsere Hautfarben aufgeben und somit einen einen massiven Teil unserer Kultur? Was wird passieren wenn einige Gruppen versuchen sich gegen diese Vermischung zu stellen um ihre Hautfarbe zu bewahren? Werden Indianer die gleiche Farbe wie Cowboys wollen? Die gleiche Farbe wie die Menschen die sie jahrelang verfolgt und ermordet haben? Wird es deswegen Kriege und Verfolgung geben? Gerade bei schwarzen Menschen verbindet man ihre Hautfarbe sehr stark mit ihrer Kultur. Ihre Hautfarbe bestimmt wie sie sich kleiden, zeigt ihren stolz auf ihr Land. Kaum bei einer anderen Volksgruppe ist das „Kulturgefühl“ so groß wie bei diesen Menschen. Bei Schwarzen Menschen ist auch die Struktur der Haut und der Haare anders als bei weissen Menschen . Die Oberfläche der Haut ist zu vergleichen mit Leder und ihr Haar ist wie dichtes Stroh, beides diente ursprünglich dazu um sich vor der gleissenden Sonne zu schützen und beides wird wohl in der Zukunft nicht mehr vorhanden sein. Die Menschen werden sich nicht mehr individuell anpassen können, sonder entweder auf alles empfindlich reagieren oder aber die Evolution wird es schaffen, sich von überall das Beste zu nehmen und den multifunktional Menschen zu erschaffen, einen „egal ob Afrika oder Antarktis mir geht es gut- Menschen“. Doch den Menschen wird es nie gut gehen, denn sie sind grundsätzlich unzufrieden: mit ihrer Umgebung und mit ihrem Leben, deshalb sind sie auch immer auf der Suche nach dem Urheber dieser Unzufriedenheit. So hat sich auch der Rassismus entwickelt und die Judenverfolgung wie auch jede andere Verfolgungen oder Massenmorden davor und danach. Doch was wird die Zukunft bringen? Vielleicht entwickelt sich eine andere Strömung als der Rassismus und die Augenfarbe wird plötzlich zum Mittelpunkt unserer Grausamkeit? Oder vielleicht sogar die Nase? Der Oberflächlichkeit sind keine Grenzen gesetzt.......

by katharina balak

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